Trockenmauer und Reptilienburgen im Gibel

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Der südgeneigte Gibelhang, die extensive Beweidung sowie die vorhandenen Hecken als Verbindungswege stellt ein idealer Standort für Reptilien dar. Als Lebensraum suchen diese Tierarten vor allem alle wärmespeichernden Ort, die zudem gewisse Sandanteile für das Eigelege aufweisen. In den letzten Jahren wurden im Gibel mehrere solcher Stellen durch den NV Muhen erstellt.

Trockenmauer: Im Jahre 1995 wurde vom NV Muhen auf einer Parzelle der Ortsbürgergemeinde Muhen eine rund 100 Meter lange Trockenmauer samt einer vorgelagerten, rund 3 Aren grossen Trockenwiese erstellt. Die blumenreiche, magere Wiese zieht viele Insekten an, die wiederum für Reptilien Nahrung bedeuten. Schon bald konnten Mauereidechsen beobachtet werden, aber die Population war immer klein für ein so grosser Lebensraum.

 

Reptilienburgen: In den Jahren 2015 / 2016 setzte sich der NV Muhen das Ziel, das Angebot für Reptilien – Lebensräume im Gibel zu vergrössern. An fünf verschiedenen Standorten auf Land der Einwohnergemeinde Muhen sowie auf Privatland (Fam. A. Lüscher) konnten wir Reptilienburgen bauen die jeweils rund 8 Quadratmeter gross sind und in Wanderungsdistanz der Reptilien liegen.

Auf einem Sandbett wurden Kalksteine eingefüllt, die einen idealen Brut- und Lebensstandort für die Reptilien darstellen. Holzelemente bringen noch einen zusätzlichen Sonnenplatz ein, der am Morgen sehr gerne besucht wird, da die Aufwärmzeit kürzer ist als bei den grossen Steinen. Schon bald konnten in verschiedenen Burgen Mauereidechsen und Blindschleichen festgestellt werden. Zudem wird auch die etwas grössere Zauneidechse erwartet. Durch diese beiden Massnahmen konnte der Tierart Reptilien doch wertvolle Lebensräume angeboten werden.