Bericht von der Exkursion Chly Rhy am 16.08.2020

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An diesem sonnigen und warmen Sonntag versammelten sich um 8.30 Uhr elf Erwachsene und fünf Kinder auf dem Parkplatz an der Färbergasse. Ziel der heutigen Exkursion war das Auengebiet Chly Rhy, das sich am nördlichsten Ende des Kantons Aargau bei Rietheim befindet. Da die Reise dorthin mit dem ÖV sehr umständlich ist, war eine Fahrt im PW vorgesehen.

Wie abgemacht, trafen wir um 9.30 Uhr unseren Exkursionsleiter Ambros Ehrensberger am Eingang zum Naturschutzgebiet. Da Ambros Ehrensberger auch als Ranger im Gebiet tätig ist, konnte er uns natürlich an viele Geheimnissen dieses Gebietes teilhaben lassen.

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Zum Auenschutzgebiet Chly Rhy:

An verschiedenen Posten machte uns unser Leiter auf diverse Tier- und Pflanzenarten aufmerksam.

Die künstliche Sandwand als Brutstätte für die Uferschwalbe beeindruckte uns natürlich sehr. Diese Schwalbenart gräbt als Brutort eine ca. 1m tiefe Röhre in den Sand. In diesem Sommer konnte Ambros ca. 200 Brutpaare in dieser Wand zählen. Am Sonntag waren noch ca. 50 Brutröhren belegt, der Rest der Kolonie war schon wieder auf dem Zug für die Überwinterung südlich der Sahara.

 

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Überall konnte man Schleifspuren der Biber beobachten. Vor allem waren diese stark zum Zuckerrübenfeld gerichtet, da diese im Sommer die Leibspeise der Biber darstellte. Die Zeit verging wie im Flug. Mit vielen Eindrücken von diesem interessanten Gebiet verabschiedeten wir uns von Ambros Ehrensberger mit einem herzhaften Applaus.

Das Mittagessen das wir als Picknick vorgesehen hatten fand hauptsächlich im Schatten am Rheinufer statt. Da konnten die Kinder sich im Wasser austoben, Frösche fangen und Abkühlung suchen.

Für die Nachmittagsexkursion an den Klingnauer Stausee verkleinerte sich dann die Gruppe. Total vier Personen machten sich auf um noch die Geschichte und die Vogelwelt des Stausees zu erkunden. Wegen der grossen Wärme musste dies vor allem im Schatten erfolgen! Aber da konnten wir verschiedene Enten-, Gänse- und Reiherarten erkennen und auch bestimmen. Andere Kleinvögel waren wärmebedingt eher weniger aktiv, auch der vielgesuchte farbenprächtige Eisvogel zeigte sich uns an diesem Sonntag nicht.

Nach ca. eineinhalb Stunden am Stausee mit einigen interessanten Vogelbeobachtungen war es dann auch für uns zu warm und wir traten die Heimreise an. Ein lehrreicher und abwechslungsreicher Exkursionstag bei schönem und sehr warmen Wetter ging zu Ende.

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